Orchester
Hamburg Sinfonietta 
Hamburger Symphoniker 
Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach 
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck 
Hamburg Sinfonietta
Mit der Aufführung der Bachschen Matthäus-Passion im April 2009 in der Hamburger Musikhalle wurde die Hamburg Sinfonietta gegründet. Unter der Leitung des jungen Dirigenten Hansjörg Albrecht ist dieses neue Ensemble eine Vereinigung des Carl-Philipp-Emanuel-Bach Orchesters Hamburg und des Kammerorchesters concerto agile. Unter dem neuen Namen, welcher für Flexibilität in Spielweise, Besetzungsgröße und des Repertoires steht, soll dem Wunsch Rechnung getragen werden, als eigenständiges Orchester zu agieren und darüber hinaus dem Carl Philipp Emanuel Bach Chor Hamburg ein innovatives und festes „Orchestra in Residence“ zur Seite zu stellen.
Die Geschichte reicht bis 1974 zurück: Das damalige St. Michaelis Orchester (später Carl-Philipp-Emanuel-Bach Orchester), bestehend aus jungen Musikern des NDR-Sinfonieorchesters sowie des Hamburger Staatsorchesters, wurde von Günter Jena gegründet, der die Geschicke des Orchester bis 1997 als Dirigent leitete. Tragende Stütze war dabei für viele Jahre Thomas Brandis, der langjährige Konzertmeister Herbert von Karajans bei den Berliner Philharmonikern, aber auch andere hochrangige Gastmusiker wie der Trompeter Ludwig Güttler waren bestimmend für die außerordentlich hohe Qualität des Orchesters. Zentrale Spielstätte war Hamburgs große Konzertkirche St. Michaelis mit den jährlichen Konzertzyklen, den Hamburger Bach-Tagen sowie dann später die Hamburger Musikhalle. Das Hauptrepertoire bildeten sowohl die großen chorsymphonischen Werke als auch Orchesterkompositionen von Bach, Händel, Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Bruckner, Dvorak, Verdi und Stravinsky. Unter anderem spielte das Orchester 1987 bei einer Ballett-Produktion der Bachschen Matthäus-Passion an der Berliner Staatsoper unter den Linden. Neben Dirigenten wie Michael Schönheit und Peter Schreier, mit dem auch eine Fernsehproduktion des Messias von Händel entstand, musizierten Gesangssolisten von Weltrang mit dem Orchester: u.a. Margaret Price, Barbara Hendricks, Helen Donath, Christa Ludwig, Marjana Lipovsek, Peter Schreier, José Carreras, René Kollo, Theo Adam, Robert Holl, René Pape, Kurt Moll und Franz Grundheber. Ein besonderer Höhepunkt war die mehrfache Zusammenarbeit mit John Neumeier und seinem Ballett der Hamburger Staatsoper in einer Produktionen der Bachschen Matthäus-Passion. 1997 erschien bei dem Label Teldec (Warner) das Weihnachtsoratorium von Bach.
Das Kammerorchester concerto agile wurde anläßlich des Bach-Jahres 2000 von Hansjörg Albrecht gegründet. Ausgangspunkt war ebenfalls die Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg mit ihrer Konzertreihe „Freitag-Nacht-Musik“, welche für mehrere Jahre künstlerische Heimstätte des Ensembles war. Spezielle musikalische Interpretationsideen, ausgefallene und zum Teil genreübergreifende Programme sowie Kontakte zu jungen Musikern in führenden Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem NDR-Sinfonieorchester, der Staatskapelle Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Hamburger Solisten ermöglichten die Gründung des Ensembles. Das Repertoires reichte dabei vom kompletten Orchester- und Solokantatenwerk Johann Sebastian Bachs über Sinfonien von Haydn und Mozart bis zum 20. Jahrhundert (mit Strauss, Schönberg, Schostakowitsch, Milhaud, Piazzolla sowie dem Schwerpunkt Gustav Mahler). Dabei kam es zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit jungen, renommierten Sängern wie Simone Nold, Michaela Kaune, Monika Frimmer, Konrad Jarnot und Jochen Kupfer sowie Instrumentalisten wie Sharon Kam, Jeroen Berwaerts und dem Jurek Lamorski Jazz-Quartett. Zusammen mit dem Favorit- und Capell-Chor Leipzig/MDR gastierte das Ensemble unter dem Dirigat von Peter Schreier in der Kreuzkirche zu Dresden, des weiteren u.a. beim „Sächsischen Mozartfest“, der „Görlitzer Bachwoche“, zusammen mit dem Hamburger Monteverdi-Chor in der Musikhalle Hamburg sowie mit Mahlers „Lied von der Erde“ bei den „Dresdner Musikfestspielen“.
2010 wird beim Label OehmsClassics Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ als Debut-CD unter dem neuen Orchesternamen erscheinen.
Stand August 2009
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Hamburger Symphoniker
Die Hamburger Symphoniker im Internet:
Stand Juni 2007
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Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach
Das Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach blickt auf eine über 30jährige Geschichte zurück, seit über 25 Jahren unter der bewährten Leitung von Prof. Hartmut Haenchen. Virtuosität und ein spezifisches Musikverständnis sowie musikalisch-strukturelles Denken bestimmen die erfolgreichen Interpretationen des Orchesters. Auf der Grundlage textkritischer Erarbeitung alter Partituren und unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnis führt das Orchester auf modernen Instrumenten vorwiegend Werke der Vorklassik auf, wobei ganz besonders auch die Berlin - Brandenburgische Musiktradition gepflegt wird. Das schließt allerdings die Beschäftigung mit Werken des 19. und 20. Jahrhunderts nicht aus, was zu einem ungewöhnlich breiten Repertoire des Ensembles führte.
Viele der mehr als 50 Schallplatten- und CD-Aufnahmen erhielten begehrte Auszeichnungen (Deutscher Schallplattenpreis, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Gramophone Award Nominierung). Zudem wurde im Mozartjahr 2006 eine DVD bei EuroArts mit der Jupiter-Sinfonie und einem Klavierkonzert veröffentlicht, Solist: Stefan Vladar.
Zahlreiche Konzertreisen, teilweise auch unter Leitung von Peter Schreier, führten das Orchester nahezu in alle bedeutenden Musikzentren Deutschlands und Europas sowie bereits mehrmals nach Japan.
Die Berliner Abonnementkonzerte, durchgeführt ohne jede öffentliche Förderung, erfreuen sich größter Beliebtheit beim Publikum. Namhafte Solisten traten hier mit dem Orchester auf, wie zum Beispiel Anne-Sophie Mutter, Frank Peter Zimmermann, Isabelle van Keulen, Christiane Edinger, Baiba Skride, Anthony & Joseph Paratore, Stefan Vladar, Evgeni Koroliov, Peter Rösel, Emmanuel Pahud, Jan Vogler, Matthias Eisenberg und Andreas Schmidt. Konzerte und Produktionen gab es darüber hinaus mit Partnern wie Peter Schreier, Swjatoslav Richter, Patrick Gallois, Dietrich Fischer-Dieskau, Jochen Kowalski und Christiane Oelze.
Zuletzt gastierte das Orchester neben seiner Konzertreihe in Berlin auch in der Tonhalle Düsseldorf, in der Philharmonie Essen, in der Frauenkirche in Dresden, beim Mozartfest Würzburg und in Braunschweig. Zudem spielte das Ensemble auf einer Tournee in den Niederlanden u.a. im Concertgebouw in Amsterdam.
Für seine Verdienste um das Werk Carl Philipp Emanuel Bachs hat die Stadt Frankfurt/Oder 1999 Hartmut Haenchen und dem Orchester die gleichnamige Ehrenplakette verliehen.
Stand Juli 2008
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Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck wurde 1897 durch den Verein der Musikfreunde Lübeck gegründet und beging 2008/09 seine 112. Saison. Elf Jahre nach der Gründung übernahm das Orchester neben den Sinfoniekonzerten auch die Opern-Dienste im neu eröffneten Lübecker Theaterbau, der 2008 sein 100. Jubiläum feierte.
Eine Vielzahl namhafter Dirigenten arbeitete in der Hansestadt und formte die hohe Qualität des Klangkörpers, so u. a. Hermann Abendroth (1905–1911), Wilhelm Furtwängler (1911–1915), Eugen Jochum (1928/29), Christoph von Dohnányi (1957–1963) oder Gerd Albrecht (1963–1966). Seit der Spielzeit 2001/02 ist Roman Brogli-Sacher GMD des Philharmonischen Orchesters, welches derzeit aus 66 Planstellen besteht.
Pro Saison gestaltet das Orchester neben den Verpflichtungen im Musiktheater neun Sinfoniekonzerte, eine Vielzahl von Sonderkonzerten und vier Kinderkonzerte. Darüber hinaus spielen die Musiker regelmäßig Kammerkonzerte, in denen sie als Solisten ihre hohe Qualität unter Beweis stellen. Eine CD-Reihe mit Live-Mitschnitten dokumentiert das Schaffen des Orchesters.
Im März 2005 gründete sich auf Initiative der Musiker die Philharmonische Gesellschaft Lübeck/Lübecker Philharmoniker e.V., die sich u. a. stark in der Kinder- und Jugendarbeit und der Nachwuchsförderung – zu der auch das 2003/04 eingerichtete Orchesterstudio gehört – engagiert.
Stand Mai 2009


